| Skischuhe sind Hightech-Produkte |
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Von den Anfängen des Skisports bis in die 80er Jahre hinein gab es unter Skisportlern eine sehr hohe Verletzungsgefahr. Besonders in Mitleidenschaft gezogen wurden die Schienbeine, Kniegelenke und Sprunggelenke. Schienbeinbrüche, Spiralfrakturen und Schuhrandfrakturen waren auf Grund nicht optimal funktionierender Bindungen und weniger hohen Schuhen als wir sie heute kennen. Lange Zeit war man der falschen Ansicht dass das Nicht-Auslösen der
Bindung die Ursache für die Verletzungen sei, eine veränderte Konstruktion der zu niedrigen und zu steifen Skischuhe zog man nicht in Betracht. Erst in den 80er Jahren begann die Wissenschaft gestützt von der Sportartikelindustrie sich mit diesen Problemen ernsthaft auseinderzusetzen. Die meisten Brüche traten im unteren Drittel des Schienbeins auf. Schnell konnte die Forschung daraus schließen dass die erst kürzlich eingeführten Sicherheitsbindungen ihre Wirkung erst voll entfalten würden können wenn die Skischuhe höher werden. Dies und die ständige Verbesserung des Auslösmechanismus der Sicherheitsbindungen führten zu einer deutlichen Reduktion an Schienbein- und Wadenfrakturen unter Skisportlern. Bei aller Verbesserung der Technik sind auch heute noch schlecht montierte und auf den Schuh abgestimmte Bindungen und zu harte Skischuhe eine Gefahrenquelle auf der Piste. Jährlich sollte vor dem ersten Pistentag das System Bindung / Skischuh von einem Fachmann überprüft werden. Ende der 80er, Anfang der 90er befassten sich Wissenschaftler dies- und jenseits des Atlantiks mit den Auswirkungen die die höheren und steiferen Skischuhe auf den Markt. In Boot Frakturen, also Brüche am Bein innerhalb des Skischuhs können vermieden werden wenn der Schuh sich der Anatomie und dem Bewegungsmuster des Skifahrers optimal anpasst. Die Funktion des Schutzes wird hauptsächlich von der harten Außenschale übernommen, der weiche Innenschuh ist neben der Passform die eine Verletzungsgefahr nochmals reduziert auch für Komfort und Bequemlichkeit zuständig. Wissenschaftler fanden eine Möglichkeit den Druck unterhalb der Sohle zu messen und so wichtige Erkenntnisse hinsichtlich Sicherheit und Bequemlichkeit zu gewinnen. Es wurde zum Beispiel erkannt dass das Brennen am Vorderfuß das häufig ein Problem war durch bessere Druckverteilung und bessere Passform an der Ferse abgeschaltet werden kann. Um herauszufinden was Skifahrer von ihrem Schuhwerk erwarten wurde 2007 erstmals eine Untersuchung durchgeführt. Die Testgruppe bestand aus sehr guten Skifahrern bis hin zu Rennfahrern und Personen die über Erfahrung mit Skischuhen besitzen und ihre Zufriedenheit mit verschiedensten Modellen und Systemen angeben können. Durch lange Befragungen und Tests konnten Eindrücke gewonnen werden ob die Skifahrer mit dem angebotenen Material zufrieden sind oder nicht. Die Testpersonen gaben auch an was ihnen am jeweiligen Modell fehlte und was sie sich von den jeweiligen Modellen erhofften.
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